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Die Ausbildung zum Schutzhund

Die sportliche Ausbildung zum Schutzhund beginnt bereits im Welpenalter. Spielerisch führt der Halter dabei den Hund immer mehr an die eigentlichen Trainings- und späteren Prüfungsaufgaben heran. Der Übergang zum richtigen Training ist fließend, in der Regel sollte dieses im Alter zwischen sechs und zwölf Monaten beginnen. Mit etwa 18 Monaten kann der Hund die ersten Prüfungen ablegen, bei denen es je nach Prüfungsanbieter mehrere Stufen gibt.

Inhaltlich geht es bei der Ausbildung zum Schutzhund vordergründig um das Verfolgen von Fährten, das Freifolgen und Revieren. Hintergründig lernt der Hund aber etwas viel Entscheidenderes. Er lernt Sozialverhalten und sich bedingungslos dem Halter unterzuordnen. So ist ein „Aus“ oder „Stopp“ bei der Ausbildung für den Hund absolut zu befolgen, selbst wenn es schwerfällt und „Beute“ wartet oder die Triebe es anders wollen. Genau diese Ausbildung macht den Einsatz von Schutzhunden für viele Halter so lohnenswert.

Das Verfolgen von Fährten ist für den Hund eine Aufgabe, die volle Konzentration erfordert. An einer Suchleine lernt er dabei, nur mit seiner Nase bestimmte Gegenstände zu verfolgen und zu finden. Am Ende muss er deutlich sichtbar darauf verweisen.

Das sogenannte Freifolgen ist ein erweitertes Apportieren über Hindernisse hinweg. Der Schutzhund lernt hier einerseits, Gegenstände wiederzubringen, andererseits lässt er sich vorausschicken, wobei es verschiedene Zwischenstufen gibt. Dazu gehören unter anderem das Vorausschicken mit hinlegen, das sofortige Stehenbleiben und das Ablegen (der Beute).

Das Revieren ist wohl das, was am ehesten mit einem Schutzhund in Verbindung gebracht wird. Hier geht es um das Stellen und Verbellen eines Eindringlings und das Verhindern von dessen Flucht sowie das Abwehren von Angriffen.

Die Ausbildung stärkt sowohl den Charakter, da der Schutzhund Gehorsam lernt und auch in Stresssituationen „stark“ bleiben muss. Zugleich werden die ohnehin vorhandenen Triebe des Schutzhundes wachgerufen und trainiert. Auf diese Weise sind die Übungen eine sehr artgerechte Freizeitbeschäftigung, die dem Hund zudem großen Spaß macht.